Wie kann ich mein Freifunk-Netz erweitern?

Wenn sich Freifunk-Router untereinander „sehen“ können (also in Funkreichweite sind), vernetzen sie sich automatisch und erweitern damit das Freifunk-Netz, was wir auch „Mesh“ nennen. Das ist der einfachste Weg und für den Anfänger zu empfehlen.

Man kann Freifunk-Router aber auch direkt per Ethernetkabel untereinander verbinden. Dazu gibt es in der Konfiguration (Config Mode) die Optionen „Mesh-on-LAN“ und „Mesh-on-WAN“, die im Standard nicht aktiviert sind.

Vorteil dabei ist, dass das „Mesh“ dann nicht mehr ausschließlich über Funk erzeugt wird, sondern direkt – und ganz ohne Verluste – über das Ethernetkabel. Damit entlasten wir das WLAN deutlich und das kommt den Freifunk-Nutzern zugute.

 

Ein Beispiel:

Wir haben zwei Freifunk-Router: Router A und Router B.

Router A ist am WAN-Port mit dem Internet verbunden und hat die Option „Mesh-on-LAN“ aktiviert. Er stellt an den LAN-Ports (idR. gelb) jetzt also kein nutzbares Freifunk-Netz mehr zur Verfügung, sondern ein besonderes Meshprotokoll (B.A.T.M.A.N.), was lediglich die Vernetzung der Freifunk-Router ermöglicht.

Router B hat dagegen „Mesh-on-WAN“ aktiviert und stellt B.A.T.M.A.N. jetzt am blauen WAN-Port bereit. Wenn man nun Router A (am gelben LAN-Port) mit Router B (am blauen WAN-Port) per Kabel verbindet, vernetzen diese sich vorzugsweise über die Kabelverbindung, da diese weniger störanfällig ist.

Router B kann auch mit „Mesh-on-LAN“ konfiguriert sein. Dann muss selbstverständlich anders verkabelt werden. (Von gelb zu gelb).

Natürlich darf es neben Router A und Router B auch noch Router C, Router D, Router… … geben.

Wichtig: Wenn ein Router bereits mit dem WAN-Port am Heimnetz angeschlossen ist – also Internet gespendet wird  – sollte Mesh-on-WAN nicht aktiviert werden. Das kann u.U. bei manchen Geräten zu Problemen führen.

Idealerweise lassen wir B.A.T.M.A.N. generell nicht im eigenen Heimnetz herumspuken. 😉