Freifunk Treffen der Domäne Möhne am 23.10.2018

Unserer Einladung zu einem Treffen sind am Dienstagabend 9 Freifunker aus Arnsberg, Bigge und dem Soester Umland gefolgt.

Zunächst besprachen wir die aktuelle finanzielle Situation der Domäne Möhne, welche sich im letzten Jahr massiv verschlechtert hat. Durch Umstrukturierungen im Vorstand des Freifunk Rheinland e.V. konnten für das Jahr 2018 keine Spendenbedarfe in Betterplace für uns eingerichtete werden, somit konnten wir keinen neuen Spenden sammeln und zehrten von unseren Rücklagen aus 2017. Diese sind im September 2018 aufgebraucht worden. Vorrangig geht es um die Finanzierung des Servers „Supernode2“ bei Hetzner. Die beiden anderen Supernodes (in Berlin) werden weiter vom Freifunk Rheinland e.V. zur Verfügung gestellt.

Zeitnah wird versucht, vom Freifunk Rheinland e.V. wieder einen Spendenbedarf bei Betterplace einstellen zu lassen, um wieder Spenden für die Domäne Möhne sammeln zu können. Parallel dazu, sollen andere Möglichkeiten zur dauerhaften oder übergangsweisen Finanzierung des Bestandes der Domäne gesucht werden. Dazu werden wir die Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Arnsberg und der Stadt Arnsberg intensivieren und unsere größten Nutzergemeinschaften – insbesondere die Nutzer im gewerblichen Umfeld – in der gesamten Domäne Möhne angesprochen werden.

Im Gespräch stellten wir auch fest, das es nach wie vor einen Bedarf für Freifunk gibt. Die rechtliche Lage bei der Freigabe des eigenen Internetanschlusses ist weiterhin nicht eindeutig geklärt. Wirklich sicher ist man nur mit einem Freifunk-Router, da man selbst nicht als Anbieter auftritt und die IP-Adresse des Freifunk Rheinland e.V. benutzt.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Weiterentwicklung unserer Freifunk-Firmware, die seit 2 Jahren sehr stabil läuft, aber einige Updates dringend nötig hat. Updates sind hier unbedingt nötig, um neue Geräte für Freifunk nutzen zu können und das Netz zu optimieren. Die Aktualisierung wird in 2 Schritten durchgeführt werden. Dabei werden sowohl alle Router als auch die Server aktualisiert. Das wird sehr viel Arbeit. Dazu sind bereits im Anschluss an das Meeting erste Maßnahmen wie z.B. die Einrichtung von Testservern für die Einarbeitung von weiteren Administratoren gestartet worden.

Wir haben festgestellt, dass für den weiteren Ausbau von Freifunk nach wie vor ein stark bremsender Faktor die Verfügbarkeit von technisch versierten Menschen ist. In der Vergangenheit konnten die aktiven Freifunker Projekte teils nur noch konzeptionell und bei der Inbetriebnahme betreuen oder manche neue Anfrage erst sehr spät oder gar nicht umsetzen. Wir sind daher immer auf der Suche nach weiteren Mitstreitern und laden Euch herzlich zu unseren kommenden Treffen ein.